Germany

Fast die gesamte Liga träumt vom Aufstieg

Hugo Curti, Marco Pescio und Matthias Dubach

Zwei direkte Aufsteiger, eine Play-off-Qualifikation: Heute beginnt das Rennen um die Top-Plätze für die neue 12-köpfige Super League (ab 2023). Und vielleicht steht uns sogar eine noch aufregendere Saison bevor als die völlig verrückte letzte!

Neun Klubs aus der Challenge League sprechen (oder träumen zumindest) vom Sprung in die höchste Spielklasse. Der große Favorit? Absteiger Lausanne! Mit dem mächtigen Chemiekonzern Ineos im Rücken – und Ex-Nati-Verteidiger Ludovic Magnin als neuem Trainer.

Doch vor dem ersten ernsthaften Duell in Bellinzona (Samstag, 18.00 Uhr) warnt er eindringlich davor, sein Team zu überfordern: «Wenn wir denken, dass wir noch eine Mannschaft im Super-League-Format sind, haben wir schon verloren.» Natürlich wolle er sich ein Angebot machen Spektakel und kehren sofort ins Oberhaus zurück, “aber wir müssen uns das hart erarbeiten”.

„Das beste Team ist keine Garantie“

Nach den Abgängen von Hicham Mahou (Lugano) und Zeki Amdouni (Basel) trat Lausanne auf, um über die «notwendige Mentalität» und die nötige Breite zu verfügen. Raphael Spiegel, in der vergangenen Saison Aufstiegstorhüter der Winterthur, soll in der Kabine sofort zum Anführer werden. Als Nothelfer kamen auch Dominique Schweitzer (Thun), Brayton Labeau (LS-Ouchy) und Raoul Giger (Aarau).

Letzterer scheiterte am letzten Spieltag im Mai sensationell am Aufstieg mit dem FCA: „Die beste Mannschaft in der Challenge League zu haben, ist keine Garantie. Das haben wir letzte Saison gesehen.”

Auch Gianluca Gaudino und Berkai Dabanli, die Magnin aus Altah mitgebracht hat, sollen ihnen helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Auf der anderen Seite ist es bittersüß, dass Stürmer Aldin Turkes, der seit Dezember 2020 mit einem Kreuzbandriss ausfällt, immer noch nicht bereit für eine Rückkehr ist.

“Warum spielen wir nicht einmal vorne?”

Nahezu die gesamte Liga lauert hinter Lausanne und versucht mit vereinfachten Aufstiegschancen von der Sondersaison zu profitieren. Xamax, Arau, Vaduz und Thun bereiteten ihre Mannschaften auf eine spannende Meisterschaft und ein Tor in den Top 3 vor. In Schaffhausen wollte Trainer Hakan Yakin den im letzten Spiel verpassten Sprung in die höchste Spielklasse nachholen -ab – nach diversen Abgängen (u.a. Torschütze Ardais und Sportlicher Leiter Haas) ist die Mannschaft aber noch ein Stück Arbeit.

Lediglich Yverdon zieht sich aus dem Aufstiegsrennen zurück – mit reduziertem Budget und einer neuen Strategie mit jungen Spielern. Aber auch die anderen „Kleinen“ wie Will, Lausanne-Ouchy und der Aufsteiger Bellinzona wollen sich nicht verstecken. Letztere wird nicht offiziell als Super League bezeichnet. Aber auch Neuzugänge wie Ex-Challenge-League-Torschütze Rodrigo Pollero und Ex-Leeds-Verteidiger Gaetano Berardi machen die Ambitionen des Tessins deutlich. Und auch bei Wil sagt Kapitän Philipp Muntwiler: «Warum nicht vorne spielen?»

Mehr über Challenge League

Diechi Challenge League

Mannschaft

SP

TD

Punkt

1

0

0

0

2

0

0

0

3

0

0

0

4

0

0

0

5

0

0

0

6

0

0

0

7

0

0

0

der 8

0

0

0

9

0

0

0

10

0

0

0