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Aesch BL: Schulleitung versendet sensible Daten per Massenmail an Schüler

Veröffentlicht21. Juli 2022, 04:34 Uhr

Aesch BL: Schulleitung versendet sensible Daten per Massenmail an Schüler

Die Ergebnisse der psychologischen Tests und Diagnosen von 67 Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Aesch, die „besonders gefördert“ wurden, haben die Eltern nun endlich per Massenmail der Schulleitung erreicht.

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Mittlerweile weiss jeder: Die Diagnose, gestellt von einem Psychologen der Basler Kinder- und Jugendpsychiatrie, war Teil einer Massenabsendung der Schulleitung.

Starke Schule beider Basel

Das Dokument war eines von vielen, die vertrauliche Informationen über Schüler enthielten, die im nächsten Schuljahr eine „Sonderausbildung“ erhalten werden.

Starke Schule beider Basel

Das Amt für Grundschulen wurde am Mittwoch auf den Leak aufmerksam und schickte vorsorglich eine Meldung an die Datenschutzaufsichtsbehörde über eine mögliche Datenschutzverletzung.

Bildschirmfoto

Nicht nur sein Klassenlehrer und sein Mathelehrer wissen bereits, dass Erstklässler X im nächsten Schuljahr „besondere Förderung“ bekommt, weil er an ADS erkrankt ist und unter Rechenschwäche leidet. Alle Lehrer des Gymnasiums Aesch wissen es und die Information kursiert bereits unter den Eltern, weil die Daten weitergegeben wurden. Und zwar nicht nur von Schüler X, sondern von allen 67 Schülern der ersten Klasse, die im nächsten Schuljahr „besondere Förderung“ erhalten.

Ein Mitglied der Schulleitung verschickte die sensiblen Daten massenweise an alle Lehrpersonen der Mittelschule Aesch und allenfalls weitere, die zum Empfängerkreis des Verteilers «SekAE (alle, keine Schülerinnen und Schüler)» gehören. „Zur Ergänzung der Sonderschulplanung“, heißt es in der E-Mail. Der Inhalt der E-Mail ist jedenfalls auch bei den Eltern angekommen. Eine Gruppe von Eltern meldete den Fall zusammen mit der belastenden E-Mail dem Verein Starke Schulen in Basel (SSbB), der den Leak am Mittwoch publik machte.

„Erzeugt ein Stigma“

„Wenn überhaupt, hätten diese sensiblen Daten nur an das zuständige Lehrteam weitergeleitet werden dürfen“, schreibt der Elternbeirat. Der Verein kommt zu dem gleichen Ergebnis. „Aus rechtlicher Sicht ist die Weitergabe datenschutzrechtlich geschützter sensibler Daten nur an Personen zulässig, die diese zur Erfüllung ihrer beruflichen Pflichten benötigen“, heißt es auf ihrer Website. Daher muss jeder einzelne Lehrer die sensiblen Daten nur von den Lernenden erhalten haben, die er unterrichtet.

„Ich werfe der Schulleitung keine Absicht vor, wahrscheinlich waren sie sich der datenschutzrechtlichen Aspekte einfach nicht bewusst genug“, sagt Jürg Wiedemann, Präsident der SSbB. Aber der Schaden sollte nicht unterschätzt werden. „Das schafft ein Stigma.“ Das schrecke Eltern davon ab, ihre Kinder zu kontrollieren, glaubt Wiedemann.

Zweites Datenschutzproblem in einem Monat

Die Schulbehörde, das ist. der politische Wachhund der High School, war sich des Datenlecks am Mittwoch nicht bewusst, als 20 Minuten den Präsidenten der Körperschaft damit konfrontierte. Die Baselbieter Bildungsdirektion erfuhr davon durch die Publikation der starken Schule der beiden Basel. Die genauen Fakten sind zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar, sodass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage getroffen werden kann. „Vorsorglich hat das Amt für Grundschulen die Datenschutzaufsicht über eine mögliche Datenschutzverletzung informiert“, sagte Schulleitersprecher Michael Lehner auf Nachfrage.

Dies ist die zweite mögliche Datenschutzverletzung an der Mittelschule Aesch innerhalb eines Monats. Anfang Juli machte die SRF-Sendung «Schweiz Aktuell» publik, dass sensible Daten wie Telefonnummern oder Fotos von Schülerinnen und Schülern bei einem virtuellen Schulrundgang eingesehen werden könnten, den die Schule auf ihrer Website veröffentlichte. Dies führte auch zu einer entsprechenden Meldung an die Datenschutzaufsichtsbehörde.

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