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So funktionieren die Freibäder mit freiem Eintritt

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Die Hitze treibt viele in die Bäder, meist muss man Eintritt zahlen. Dies sollte die Betriebskosten in Grenzen halten. Aber es geht auch anders: In Horn müssen Sie nichts mehr bezahlen. Ein System, das in Schrems (Kreis Gmünd) seit vielen Jahren im Einsatz ist.

23.07.2022 19.07

Online seit gestern, 19:07

Der Zufluss in den neuen „Stadtsee“ in Horn ist groß. In nur neun Monaten wurde das alte Becken mit Rutsche und Sprungturm abgebaut und in einen Natursee mit zwei Wasserbereichen verwandelt – gespeist mit gefiltertem Naturwasser ohne Chlor. 1. Juli wiedereröffnet. Jetzt sei das Unternehmen erfolgreicher als zuvor, sagt Bürgermeister Gerhard Lenchig (ÖVP).

„Wir hatten die Motivation der Jugend verloren. Vor dem Umbau waren es 150, vielleicht 200 Gäste am Tag. Seit der Wiedereröffnung gab es etwa 1.000 heiße Tage. Es hat sich wirklich gelohnt, wir haben so positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung bekommen, dass wir diesen Schritt gewagt und dieses Bad auf diese Weise eröffnet haben.” jederzeit möglich – ein “kostenloses” Freibad im wahrsten Sinne des Wortes.

Freibad statt Saisonkarte in Horn

Die Hitze der vergangenen Tage hat viele im Land in die Bäder getrieben. Meistens muss man Eintritt bezahlen. Dies sollte die Betriebskosten in Grenzen halten. Aber jetzt gibt es andere Beispiele. In Horn zahlt man nach dem Umbau von Febad nichts mehr.

Kein Retter, weniger Kosten

Schrems brachte auch mehr Gäste ins Freibad. Dort befindet sich ein natürliches Becken, das mit Moorwasser aus dem Hochmoor gespeist wird. Das Wasser ist dementsprechend bräunlich gefärbt. Für das Auge ist es gewöhnungsbedürftig, für den Körper soll es aber gesund sein. Das in Horn so beliebte Open-Access-Konzept wurde in Schrems auch nach dem Umbau und der Modernisierung vor 18 Jahren immer weiterverfolgt.

Die Kosten seien überschaubar, sagt Bürgermeister Peter Müller (SPÖ): „Da kommt das Mähen der Freiflächen durch die Bauhofarbeiter hinzu, dazu kommen Reparaturarbeiten in den Umkleiden, die natürlich immer wieder gemacht werden müssen. Wir haben kein Poolpersonal.”

ORF Baden kostenlos: Für das Naturbad in Schrems wurde noch nie Eintritt verlangt

Die Tatsache, dass es keine Aufsicht gibt, dh. Es gibt keinen Rettungsschwimmer, es ist mit Schildern an den Rändern des Sees vermerkt. Außerdem gibt es in Horn keinen Bademeister und damit auch keine Personalkosten, so Gerhard Lenchig. „Wir spüren, dass sich die Besucher mit dem Bad identifizieren, dass sie es selbst sauber halten wollen, dass sie stolz darauf sind, dass es das in dieser Form gibt. Das ist das schönste Kompliment, das man bekommen kann.“ Beide Bürgermeister sind überzeugt von dem kostenlosen Eintrittssystem, das sich bewährt hat – in Schrems seit zwei Jahrzehnten, in Horn erst seit kurzem.

Robert Salzer, noe.ORF.at

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