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Scheibs – Nach tödlichem Unfall: “Niemand kann es verstehen”

Vor allem in der Landbevölkerung sind die beiden Jungen und ihre Familien auch fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Beide waren in der Dorfjugend und der Volkstanzgruppe aktiv. Der 22-Jährige wurde erst kürzlich zum Vorsitzenden der Unternehmensgruppe Original Scheibbser Schuhplattler gewählt.

Viele Kerzen, Blumen, Fotos und geschmückte Steine ​​am Unfallort drücken das Entsetzen der Scheibser Bevölkerung über den Tod der beiden jungen Scheibser aus, die am Sonntagmorgen bei einem Autounfall viel zu früh ums Leben kamen.

Denn es sollte ein Wochenende der Freude und des Feierns in der Landeshauptstadt werden. 700 Jahre Kirchengemeinde Scheibs und das Magdalenenfest der Freiwilligen Feuerwehr waren Grund genug dafür. Am Sonntagmorgen war die Stimmung überall sehr ruhig.

Doch am Sonntagmorgen gegen 4.30 Uhr machte die Nachricht von einem schrecklichen Verkehrsunfall schnell die Runde auf der Gemeindestraße Hochweinberg. Zwei junge Scheibbser-Jungen im Alter von 15 und 22 Jahren kamen dabei ums Leben.

Von Oberndorf kommend kam das Auto aus unbekannter Ursache in einer leichten Linkskurve von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Baum und fing sofort Feuer. Nachbarn hörten den Aufprall und aktivierten sofort die Rettungskette. Das Auto geriet trotz der schnellen Löschversuche der Feuerwehr in Brand. Für die beiden Jungen kam jede Hilfe zu spät. Der Vorfall ereignete sich in unmittelbarer Nähe der Wohnungen der Eltern der beiden. Wie es genau zu dem Unfall kam, wird wohl nie bekannt werden.

Der 22-jährige Fahrer des Unfallwagens war in den vergangenen Jahren ebenfalls Mitarbeiter von Scheibs gewesen, engagierte sich aber auch besonders für die Dorfjugend. Erst vor wenigen Wochen wurde der gelernte Tischler zum neuen Vorsitzenden der Unternehmensgruppe Original Scheibbser Schuhplattler gewählt.

Der 15-jährige Schüler, der bei dem Unfall ums Leben kam, war auch in der Dorfjugend- und Volkstanzgruppe sehr aktiv. Am Samstag hatte er einen Auftritt bei der VTG Scheibbs. Niemand kann verstehen, dass es sein letztes sein muss.

Foto: Christian Eplinger

“Es ist unglaublich, was passiert ist”

Auch Traurigkeit und Entsetzen sind in Scheibs groß. Bürgermeister Franz Aigner, der in der Nähe der beiden Opfer wohnt und sie gut kannte, besuchte am Sonntag die Familien und bot seine Hilfe an. „Es ist unglaublich, was passiert ist. Sie waren so freundliche, fleißige Jungs und hatten noch ihr ganzes Leben vor sich. Jetzt können wir die beiden Familien nur bestmöglich unterstützen. Ein Kind zu verlieren, ist immer extrem tragisch”, kämpfte Aigner selbst mit den Tränen.

Wann die Beerdigung stattfinden kann, steht noch nicht fest, da die NÖ Landeskriminalpolizei zunächst die endgültige Identifizierung mit DNA-Analysen vornehmen muss. Erst dann wurden die beiden Leichen zur Beerdigung freigegeben.

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