Kultur
Im Sommer steht am Theater in Baden Frauenpower auf dem Programm. Die Herrin des „Weißen Rössl“ und eine alternde Diva des Stummfilms hatten bereits Premieren, jetzt ist in der Sommerarena die arme Josephine zu sehen, in die sich Napoleon verliebt.
29.07.2022 19.06
Online ab heute, 19:06
„Die junge, arme Josephine Beaugarnet weiß genau, was sie will: ihrem Unwohlsein entfliehen. Die Gelegenheit bietet sich, als sich ein junger General namens Napoleon Bonaparte in sie verliebt“, heißt es auf der Website des Badener Theaters. Anfangs widmete Josephine den galanten Ereignissen in Paris mehr Aufmerksamkeit als ihren ehelichen Pflichten. Allerdings war noch einige Verwirrung nötig, bevor sie neben ihm in den Rang einer Kaiserin der Franzosen aufsteigen konnte.
Historische Operette, teilweise historisch ungenau
In Wikipedia, der Online-Enzyklopädie dieser Operette, ist zu finden: „Kaiserin Josephine ist eine spätgeschichtliche Operette. Ähnliche Werke wurden bereits von Franz Lehar mit „Paganini“, Leo Fall mit „Madame Pompadour“ und Theo Mackeben mit seiner Adaption von Milloquers Operette „Die Dubarry“ veröffentlicht. All diese Werke sind vor der „Kaiserin Josephine“ entstanden. Gemeinsam ist diesen Werken die Thematisierung historischer Figuren, wobei die historische Wahrheit nicht immer allzu genau wahrgenommen wurde.
Ensemble Christian Huzar Szene mit Ivana Zdravkova und Vincent Schirmacher
Emmerich Kallmann (1882–1953) vollendete das „musikalische Kleinod“ kurz vor seiner Emigration in die USA, das 1936 am Stadttheater Zürich uraufgeführt wurde. 2018, zum 65. Todestag des Komponisten, sei das Werk „bereits mit so großem Erfolg konzertant aufgeführt worden, dass es nun als Bühnenaufführung zu erleben ist“, sagt Michael Lackner, künstlerischer Leiter der Bühne Baden.
In „Kaiserin Josephine“ – Regie und Choreografie: Leonard S. Prinsloo, Szenografie: Erich Wieberlaker, Kostüme: Mareile von Strycki – hören wir unter der musikalischen Leitung von Franz Josef Breznik Ivana Zdravkova und Vincent Schirmacher in den Hauptrollen. Am Freitag ist Premiere, in der Sommerarena Baden ist die Operette noch bis zum 29. August zu sehen.
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