Germany

Winterthur ZH: «Ich bin entsetzt, dass manche das Feuerverbot ignorieren»

Veröffentlicht28. Juli 2022, 18:34 Uhr

Winterthur ZH: «Ich bin entsetzt, dass manche das Feuerverbot ignorieren»

Am Montagmorgen fand Roger Schmidt in der Nähe der Feuerstelle im Reitplatz eine brennende Glut. Er war schockiert, dass trotz des Verbots ein Feuer entzündet wurde.

1/3

Am Montagmorgen fand Roger Schmidt auf einer Grillstelle bei Töss ein noch brennendes Feuer.

Im Vertrauen

Die Glut war noch heiß und konnte bei einem Windstoß andere Büsche in Brand setzen.

Im Vertrauen

In der Nähe von Töss gibt es mehrere Grillplätze, die Schmidt regelmäßig reinigt.

Google Maps

  • Roger Schmidt entdeckte beim Putzen einen Brand.

  • Das Feuerverbot wurde am 21. Juli im Kanton Zürich verhängt.

  • Kommandant Jürg Bühlmann warnt vor hoher Brandgefahr.

Aufgrund der anhaltenden Dürre besteht derzeit in fast allen Schweizer Kantonen ein Feuerverbot im oder am Wald. In einigen Kantonen – wie Aargau, Thurgau und Glarus – sowie in einigen Gemeinden von Zürich ist zudem das Zünden von Feuerwerkskörpern verboten oder eingeschränkt. Manche lassen sich jedoch nicht davon abhalten, im Wald zu grillen. Das sei in Winterthur auf dem Reitplatz bei Töss passiert, sagt Roger Schmidt, der regelmässig an der Feuerstelle vorbeikommt, um dort den Müll zu beseitigen. „Ich mache das freiwillig der Natur und den Tieren zuliebe“, erzählt der 51-Jährige 20 Minuten.

„Am frühen Morgen brannte das Feuer noch. Ich bin entsetzt darüber, wie verantwortungslos manche Leute sein können.“ Sofort löschte er das Feuer mit Wasser aus Töss. „Der Windstoß hätte ausgereicht, um die Büsche und Bäume in der Nähe in Brand zu setzen.

Ein einziger Funke kann einen Waldbrand auslösen

Jürg Bühlmann, Schutz- und Interventionskommandant der Stadt Winterthur, bestätigt, dass die Waldbrandgefahr derzeit sehr hoch ist. Im schlimmsten Fall kann schon ein einziger Funke zu einem Waldbrand führen. Auch glimmende Stäbchen oder Zigarettenkippen sollten sorgfältig entsorgt werden. „Wer ein Feuer oder Glut entdeckt, sollte diese sofort mit Wasser löschen oder die Feuerwehr unter 118 rufen“, sagt Bühlmann. Bei Wind, Funkenflug und strahlender Hitze kann ein Brand entstehen. „Es ist richtig trocken und man braucht viel Vorsicht mit Feuer und Feuerwerk“, warnt der Kommandant.

Die Stadtpolizei Winterthur patrouillierte am Wochenende in der Nähe des Reitplatzes. „Wir mussten mehr als ein Dutzend Mal eingreifen, weil es gebrannt hat“, sagte Sprecher Michael Wirtz. Betroffene Personen werden angewiesen, den Brand unverzüglich zu löschen. Auch sie wurden gewarnt. Es kann aber auch Strafverfolgung und Bußgelder geben. „Bei Bedarf werden wir auch in Zukunft Feuerstätteninspektionen durchführen“, sagt Wirz.

Verpassen Sie keine Neuigkeiten mehr

Mit dem täglichen Update bleiben Sie über Ihre Lieblingsthemen informiert und verpassen keine News mehr zum aktuellen Weltgeschehen. Holen Sie sich jeden Tag das Wichtigste kurz und prägnant direkt in Ihr Postfach.