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Raab: „Besondere Familienbeihilfe“ wird diese Woche ausgezahlt

Familien sollen laut Familienministerin Suzanne Raab (ÖVP) nun in dieser Woche die „besondere Familienbeihilfe“ auf ihrer Rechnung haben.

„Die aktuelle Inflationswelle trifft Familien besonders, und Familien werden nach dem Schulstart zusätzliche Investitionen brauchen“, sagte Familienministerin Suzanne Raab (ÖVP) auf einer Pressekonferenz. Die 180 Euro „besondere Familienbeihilfe“ werden daher diese Woche mit der normalen Familienbeihilfe ausgezahlt, so der Minister. „1,8 Millionen Kinder in 1,1 Millionen Familien“ werden von dieser Unterstützung profitieren – insgesamt investiert der Bund für diese Maßnahme rund 340 Millionen Euro, so Raab.


Betrag auf dem Konto in den nächsten Tagen


Raab nannte auch ein konkretes Beispiel: Eine Familie mit zwei Kindern im Alter von drei und zehn Jahren bekommt im August 754,40 Euro. Dieser setzt sich zusammen aus 394,40 € aus der regulären Familienbeihilfe und dem Kinderabsetzbetrag. Außerdem wird die „besondere Familienbeihilfe“ überwiesen, in diesem Fall 360 Euro. Der Betrag sollte in den nächsten Tagen auf dem Konto sein. Die „Sonderfamilienhilfe“ sei laut Raab auch ein „Frühsignal“ für die kommenden Erleichterungen.


Zusätzliche Maßnahmen im Herbst


Der Minister betonte auch, dass dieser Schritt nicht die einzige Hilfe für Familien sei. So wies sie darauf hin, dass der erhöhte Familienbonus (2.000 Euro) und der erhöhte Kinderfreibetrag (550 Euro) für das ganze Jahr 2022 (ursprünglich geplant ab Juli) vorgezogen werden.


Als zusätzliche Maßnahmen erinnerte sie unter anderem an die Einschulungsgebühr von 100 Euro pro Kind im September und den Bonus auf die Lebenshaltungskosten im Herbst, der 500 Euro für einen Erwachsenen und 250 Euro für ein Kind bringen werde. Sie erinnerte sie auch an das Vorhaben, den Familienzeitbonus, den Väter während der Familienzeit nach der Geburt erhalten können, nicht mehr auf das spätere Kinderbetreuungsgeld anzurechnen.

PULS 24-Reporter Paul Bathrewell fasst die „besondere Familienhilfe“ zusammen.

Die Kritik der Opposition ist nicht nachvollziehbar


Daran erinnerte auch Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP). dass die Erkältung ab Januar weg ist: Bei einem Gehalt von 2.500 Euro würde man „in den nächsten Jahren 10.000 Euro sparen“, sagt Bruner.


Zur Kritik der Opposition, das alles reiche nicht aus, sagte der Minister: „Das sind gewaltige Maßnahmen.“ Mit dem 28-Milliarden-Euro-Paket liegen Sie auch in der EU “weit vorn”. Er verwies etwa auf Italien, wo ein Paket von 13 oder 14 Milliarden Euro angekündigt worden sei – das sei „vom Volumen her nicht mit unserem vergleichbar“. Raab sagte, er verstehe, dass die Opposition die Maßnahmen herunterspiele. „Es ist unsere Aufgabe, die Maßnahmen noch einmal aufzuzeigen. Sie verwies auch auf die langfristig wirkenden Schritte: “Keine Vorgängerregierung hat es geschafft, Familienleistungen nachhaltig aufzuwerten.”


Eine Strompreisbremse, kompliziert umzusetzen


Mit der Einführung einer Preisbremse beim Strom wünscht sich Bruner möglichst eine soziale Staffelung. Leistung aber “ist nicht so einfach (…) wie man sich das im stillen Kämmerchen vorstellt.” Die Herausforderung liege laut Bruner darin, die „Individualdaten jedes Einzelnen“ des Finanzministeriums mit den „Haushaltsdaten“ der Energieversorger zu verknüpfen.

Beim Energiegutschein sind die gleichen Probleme bereits aufgetreten. Für Bruner ist die Strompreisbremse an sich „schon sozial“, da der Grundverbrauch auf einen Festpreis festgelegt wird. Jeder Mehrverbrauch muss dann zu Marktpreisen bezahlt werden.


“Monatliche Rechnungen auf null setzen”


Was die Mehrgewinne betrifft, empfiehlt Brunner anderen Energieunternehmen, ähnlich vorzugehen wie der Verbund. Der Verein zahlte eine Sonderdividende und strich zwei bis vier Monatsrechnungen für die Kunden. Möglich wurde dies laut Bruner durch das Engagement des Bundes im Verein.


Transfergerüchte um Nehammer


Zu den Gerüchten um Vizekanzler Karl Nehammer (ÖVP) sagte Brunner, es sei „eine Debatte über ein künstliches Sommerloch“. Minister Raab erinnerte auch daran, dass Nehammer auf dem ÖVP-Parteitag 100-prozentige Zustimmung erhalten habe.