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Wien: Schockierendes Video zeigt, wie eine Frau das Denkmal des gefallenen Arztes verwüstet

Aktualisiert6. August 2022, 15:39 Uhr

Wien: Schockierendes Video zeigt, wie eine Frau das Denkmal des gefallenen Arztes verwüstet

Ein Video zeigt, wie eine Frau das Denkmal für die verstorbene Lisa-Marie Kellermayr im Wiener Stephansdom zerstört. Der Mediziner war monatelang von Impfgegnern bedroht worden.

Dieses schockierende Video wurde von einem Dnes-Leser gedreht.

NewsScout/Heute.at

  • In Wien wurde ein Denkmal für Lisa-Marie Kellermayr errichtet.

  • Eine Frau hat das Denkmal bereits verwüstet, wie ein Video zeigt.

  • Der verstorbene Arzt aus Oberösterreich war seit Monaten bedroht worden.

Der Tod der oberösterreichischen Ärztin Lisa-Marie Kellermayr ist zwar schon ein paar Tage her, aber er schlägt immer noch Wellen. Tausende Menschen versammelten sich am Montag vor dem Wiener Stephansdom, um ihr zu Ehren eine Mahnwache abzuhalten. Seitdem schmücken Dutzende Grabkerzen, Botschaften und Blumen das Mahnmal am Stephansdom in Wien.

Ein „Heute“-Leser war am Samstag gegen sechs Uhr morgens am Stephansplatz, um die leere Innenstadt zu fotografieren. Vor seinen Augen lief plötzlich eine unbekannte Frau herbei, trat brutal gegen die aufgestellten Kerzen und zerstörte so das Mahnmal. „Außer mir waren noch zwei andere Leute da, wir waren alle einfach geschockt“, berichtet er. Nach ihrem Vandalismus lief die Frau unbemerkt davon. Laut dem Leser von “Dnes” wurde sie von niemandem konfrontiert.

Der Arzt wurde monatelang bedroht

Lisa-Maria Kellermayr war monatelang Opfer von Cybermobbing und wurde von Impfgegnern bedroht. Die 36-Jährige nahm sich schließlich das Leben. „Noch trauriger ist es zu sehen, wie respektlos sich manche Menschen nach ihrem Tod verhalten“, sagte der Wiener, der das Video gemacht hat.

Nach monatelanger Drohung beging Kellermayr im Alter von 36 Jahren Selbstmord.

Twitter/Dr. Lisa Maria Kellermayr

Im Fall Kellermayr ermittelt die Polizei gegen einen 59-jährigen Tatverdächtigen aus Bayern, der den Oberösterreicher bedroht haben soll. Das ist die Unschuldsvermutung. Die Ärztin stand lange Zeit unter Polizeischutz, gab aber nach eigenen Angaben auch rund 100.000 Euro für Sicherheitsmaßnahmen aus.

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(heute.at/job)