Germany

Jessica Piltz sicherte sich Silber beim EM-Klettern

Sport

Kletter-Ass Jessica Pilz hat am Samstag Silber an der Spitze der EM in München gewonnen. Der 25-jährige Niederösterreicher zog im Halbfinale als Vierter in den Entscheidungssatz ein.

13.08.2022 18.00

Online ab heute, 18:00

“Ich fühle mich sehr gut. Mit der Kletterei bin ich zufrieden, vielleicht war es innen etwas mehr. Aber insgesamt sehr zufrieden. Der erste Platz ist den Frauen vorbehalten, also muss sie einen wirklich großen Fehler machen, um ihn zu bekommen. Daher freue ich mich sehr darauf“, sagte der in Innsbruck lebende Niederösterreicher im Interview mit ORF TV.

Der mehrfache Weltmeister Pilz verbesserte sich im Finale und musste sich nur der Olympiasiegerin und Weltcup-Dominanz Janja Garnbreth aus Slowenien geschlagen geben. Vor dem Finale hatte Pilz gesagt: „Ich fühle mich nicht sehr fit, aber ich hoffe, ich kann kämpfen.“ Genau das tat die KVÖ-Konkurrentin, sie erreichte die 45+-Marke. Nur die Favoritin Garnbreth war besser, sie musste knapp unter der Spitze folden und erreichte 50+.

Pilz am Sonntag in Boulder im Finale

Bronze ging an die Französin Manon Healy. Sandra Laettner verpasste das Finale nur knapp als Zehnte. Auch Mattea Pötzi (17.) und Julia Fiser (20.) gerieten ins Stocken. Am Sonntag geht es für Pilz und Franziska Sterer ins Finale im Bouldern.

Beim Bouldern der Männer belegte Uznik im Sechserbob den dritten Platz. „Ich freue mich, es war eine richtig harte Tour“, sagte der Kärntner, der nach einer kürzlichen CoV-Infektion über gesundheitliche Probleme berichtete. Jakob Schubert hingegen schied als Neunter im Halbfinale aus, hat aber am Sonntag in seinem Main Event, dem Spitzenklettern, noch eine Chance.

Schubert amüsierte sich über einen blutenden Finger, der versorgt werden musste und zu wenig Reibung bot. „Es ist kein Verletzungsproblem, aber es ist sehr ärgerlich. Aus dem Fitnessstudio würde es mir leicht fallen. Ich habe mich in extrem guter Form gefühlt und im Boulder, jetzt bin ich extrem enttäuscht“, klagte der Routinier. Für den Vorstieg am Sonntag setzt er jedoch einiges voraus. „Normalerweise sollte es etwas fester sein“, sagte der Weltmeister von 2012, 2018 und 2021.