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Aktion in Berlin wegen Kinderpornografie

Aus der Redaktion der BZ

Aktion ab 5 Uhr morgens an mehreren Orten in Berlin! Laut Polizei geht es um den Besitz und die Verbreitung von Kinderpornografie.

Rund 40 Polizisten des Landeskriminalamtes führen derzeit mehrere Durchsuchungsbefehle wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie in Berlin durch.

Suche nach 20 Objekten. Die Wohnungen und Häuser befinden sich unter anderem in Reinickendorf, Pankow, Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg.

Notdienst an einer der begehrten Adressen in Tempelhof Foto: Spreepicture

Ermittler schlugen gegen 6 Uhr morgens in einem gehobenen Viertel in der Gersdorfstraße in Berlin-Mariendorf zu. Computer und Datenträger wurden sichergestellt.

Alle Polizeidienststellen der Stadt seien beteiligt, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen.

Die Polizei beschrieb einige der Fälle auf Twitter:

► Ein 57-Jähriger aus Neukölln soll von Mai bis Juli 2022 mehrere Bilddateien von Mädchen zwischen 9 und 16 Jahren in die Suchmaschinen-Cloud hochgeladen haben, die ihre Genitalien in die Kamera halten.

► Ein 40-jähriger Mann aus Spandau soll im Dezember 2020 über eine Social-Media-Plattform Nacktfotos seiner 13-jährigen Tochter von einem anderen Verdächtigen erhalten und sexuelle Chat-Nachrichten darüber geschrieben haben.

► Zudem soll ein 30-Jähriger aus Charlottenburg im November 2020 eine jugendpornografische Datei über eine Social-Media-Plattform hochgeladen und damit anderen zugänglich gemacht haben.

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Die Ermittlungen richten sich gegen 20 Verdächtige, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Privatwohnungen werden durchsucht. Nach ersten Angaben sprechen wir von Einzelfällen und nicht von einem Netzwerk.

Bestimmte Informationen zu WhatsApp-Gruppen

Die Informationen zu den Verdächtigen seien laut Staatsanwaltschaft über Whatsapp-Gruppen eingegangen oder von der amerikanischen NGO NCMEC (“National Center for Missing and Exploited Children”, deutsch: Nationales Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder) gekommen. Nach Angaben der Polizei sind US-ISP bisher verpflichtet, verdächtige Vorfälle zu melden. NCMEC leitet die Informationen dann an die Ermittlungsbehörden weiter.

Die Zahl der Fälle von Besitz, Herstellung und Verbreitung anstößiger Inhalte ist laut Polizei durch diese Verpflichtung deutlich gestiegen. Neuerdings verteilen Jugendliche auch Dateien mit kinderpornografischen Inhalten „zu Unterhaltungszwecken“, teilte die Polizei auf Twitter mit.