Germany

Daniel Stricker: Die Staatsanwaltschaft prüft rechtliche Schritte

Veröffentlicht 16. Januar 2023, 16:35 Uhr

Mögliche Urkundenfälschung: Staatsanwaltschaft erwägt rechtliche Schritte – Soll Stricker ins Gefängnis?

Wie kam Daniel Stricker im Dezember 2021 in die USA? Wenn alles so passiert ist, wie er behauptet, hat er möglicherweise eine Dokumentenfälschung begangen.

1/6

Daniel Stricker wurde bei seinem Auftritt in Bern-Bumpliz schlampig.

20 Minuten/Erz

Stricker erklärte, wie er ohne gültiges Zertifikat in die Vereinigten Staaten einreisen konnte. „Ich habe nicht das Gefühl, etwas Illegales getan zu haben“, sagte er. Er “wusste” aus einem Interview, dass die Schweizer keine Zeit hatten, die Covid-Zertifikate einzuscannen.

20 Minuten/Erz

„Also nahm ich jemandes Zertifikat, schrieb meinen Namen oben drauf und druckte es aus. Dann bin ich zum Flughafen gefahren.“ Die Frau am Kontrollpunkt hat die Bescheinigung nicht wirklich gescannt. „Dann musste man an Bord ausfüllen, dass man geimpft ist. Da habe ich gelogen“, sagte Stricker.

20 Minuten/Erz

Darum geht es

  • Seine Kommentare bei einer Buchlesung in Bern hätten Daniel Stricker teuer zu stehen kommen können.

  • Urkundenfälschung wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe geahndet.

  • Die Staatsanwaltschaft Thurgau ermittelt nun zur Verantwortlichkeit und ergreift weitere Schritte.

Daniel Stricker ist ein vorsichtiger Mann. Der Pandemieleugner und Youtuber weiß, was er sagen kann und was nicht. Kann also nicht angezeigt werden. Das macht er auch seinen Zuschauern transparent, reizt dabei aber gerne den Rahmen des legitim Möglichen komplett aus.

Das tut er in seinen YouTube-Videos, aber auch letzten Samstag an der Buchlesung in Bern-Bumplies. Über Roger Shavinsky sagte er zum Beispiel: „Er war kein Witz“, und er selbst kommentierte gleich: „Das steht am Rande der Rechtfertigung“.

Nun aber konnte Stricker die Kurve übersteuern. Bei der Buchlesung prahlte er damit, wie er es vor einem Jahr geschafft hatte, angeblich ohne Zeugnis in die USA zu kommen.

Daniel Stricker droht Gefängnis

Doch Stricker drohen nun empfindliche Konsequenzen. Das Schweizerische Strafgesetzbuch sieht für Urkundenfälschung eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor. In leichteren Fällen Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren – oder Geldstrafe.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, in dem Stricker wohnt, sagte auf 20 Minuten Aufforderung, die Verantwortlichkeit in dem Fall zu untersuchen – sowie die Einleitung weiterer Schritte. Das Fälschen von Dokumenten ist ein offizielles Verbrechen; Das bedeutet, dass eine Privatperson keine Strafanzeige erstatten muss, sondern von den Behörden förmlich verfolgt werden muss.

Wie kam Stricker in die USA?

„Ich beschloss, die Geschichte zu erzählen, wie ich nach Amerika kam“, sagte Stricker bei der Lesung am vergangenen Samstag. Denn: “Ich habe nicht das Gefühl, etwas Verbotenes getan zu haben.”

Aus einem Interview mit «Blik» erfuhr er, dass die Schweizer keine Zeit haben, die Covid-Zertifikate einzuscannen. „Also nahm ich jemandes Zertifikat, schrieb meinen Namen oben drauf und druckte es aus. Dann bin ich zum Flughafen gefahren.“ Die Frau am Kontrollpunkt hat die Bescheinigung nicht wirklich gescannt. „Dann musste man an Bord ausfüllen, dass man geimpft ist. Da habe ich gelogen“, sagte Stricker.

Beleidigungen herum

Stricker beleidigte die Lesung schwer, darunter SVP-Nationalrat Thomas Aeschi und Komiker und Schauspieler Mike Müller. Er nannte Aeschi mehrfach einen “Faschisten” und überschüttete Müller mit fetten Schmähungen. Dies könnte auch gerichtlich sein, dh.

Auf Nachfrage von 20 Minuten wollten sich sowohl Aeschi als auch Müller lieber nicht dazu äußern.

Bern Push jetzt aktivieren!

Verpassen Sie keine Neuigkeiten mehr

Mit dem täglichen Update bleiben Sie über Ihre Lieblingsthemen informiert und verpassen keine News mehr zum aktuellen Weltgeschehen. Holen Sie sich jeden Tag das Wichtigste kurz und prägnant direkt in Ihr Postfach.