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Blutige Affäre – „Österreichische Werte zählen für mich nicht“ – Oberösterreich

Ein Syrer fühlte sich in seiner Ehre verletzt und erstach seine Frau. Dabei sagte er: “Österreichische Werte zählen für mich nicht.”

Es war eine brutale Tat. Der 52-jährige Syrer soll am 23. Mai 2022 an der Unteren Donaulände in Linz mit einem Tapetenmesser auf seine 41-jährige Ehefrau eingestochen haben.

Am Mittwoch saß er zum zweiten Mal auf der Anklagebank des Bezirksgerichts Linz. Beim zweiten Prozess gewährt Psychiaterin Adelheid Kastner Einblicke in das Innenleben des Mannes. „Er war keineswegs geisteskrank. Er war nicht psychisch krank, handelte nicht unter Drogeneinfluss oder in emotionaler Verfassung“, erklärte Kastner.

„Der Mann war nicht geisteskrank, als er das Verbrechen begangen hat. Er litt weder an einer schweren psychischen Erkrankung, noch handelte er unter Drogeneinfluss oder unter psychischer Beeinflussung“, erklärt Kastner.

Der Syrer konnte zwischen richtig und falsch unterscheiden und die Tat jederzeit stoppen“, sagt der Psychiater. Allerdings habe der 52-Jährige ein hohes Selbstwertgefühl. „Er hat sich immer nur für sein Verhalten entschuldigt, aber nie Erleichterung gezeigt darüber. dass seine Frau den Angriff überlebt hat.”

Anlass für die Tat waren seine Werte, die er aus seiner alten Heimat mit nach Österreich brachte. „Er ist der Mann in der Familie und bestimmt die Regeln. Wenn seine Frau dagegen verstößt, glaubt er, sie bestrafen zu können“, erklärte Kastner.

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Der Mann machte es mit folgender Aussage deutlich: „Lasst mich mit österreichischen Werten in Ruhe. Nach außen halte ich mich an die Gesetze, aber in meiner Familie gelten die Werte, die ich aus meiner Heimat mitgebracht habe“, sagte Sirian dem Psychiater.

Konkret bedeutet das, dass er das Verhalten seiner Frau bestimmt, wen sie treffen und kontaktieren kann, ob sie zur Arbeit gehen kann. Und das führte zum Streit. Der Syrer vermutete, dass seine Frau Kontakt zu fremden Männern hatte.

Das Opfer schrieb offenbar mit einem Freund eine SMS. Dann wollte ihr Mann ihr Handy sehen, aber sie gab es ihm nicht.

Zunächst kam es im Mai in der Linzer Wohnung des Paares zu einem Streit, der dann auf die Straße zog. Plötzlich soll der Mann ein Tapetenmesser gezogen und der Frau mehrere Schnitt- und Stichwunden zugefügt haben.

Der Gerichtsmediziner sprach von vier durch brutale Gewalt verursachten Wunden. Er soll seiner Frau einen Schnitt an der Stirn und an ihrer Wange zugefügt haben. Aber sie waren nicht lebensbedrohlich.

Anders ist die Situation bei den Stichwunden am Hals. Ein Stoß ging zwei Zentimeter tief in die Kehle. Lebensgefährlich war jedoch ein Schlag ins Genick, der den Kehlkopf nur knapp verfehlte. “Hätte der Mann eines der nahegelegenen Blutgefäße erwischt, wäre die Frau wahrscheinlich auf der Stelle verblutet”, heißt es in der Einschätzung des Gerichtsmediziners.

Dass die Frau heute lebt, verdankt sie einer 59-jährigen Hebamme. „Der Mann kniete auf der Frau, fixierte sie so und bedrohte sie weiter mit dem Messer. Ihr Gesicht war blutverschmiert“, sagte die Hebamme. Trotz der Gefahr ging sie auf die beiden zu und trat dem mutmaßlichen Täter in den Rücken. Darauf gestürzt und zunächst das Messer verloren.

Kurz darauf fand der Syrer das Messer wieder und richtete es laut Staatsanwaltschaft erneut auf seine am Boden liegende Frau. „Wir müssen etwas tun, oder ich ersteche sie“, sagte die Hebamme dann. Kurz darauf ging sie erneut zu dem Angreifer, schnappte sich seinen Rucksack und riss ihn weg. Dem Opfer gelang die Flucht.

Die Frau sprang über eine Barriere. Glücklicherweise trafen während des Unfalls ein Krankenwagen und ein Arzt ein. Sie kümmerten sich um das Opfer. “Die Frau hatte einen normalen Puls und Blutdruck, was mich sehr überrascht hat”, sagte der Arzt später.

Zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt

Ein anderer Helfer ermutigte die Frau, ihre Kinder anzurufen. Sie erzählte ihnen über Videoanrufe, was passiert war. „Die Kinder standen unter Schock“, sagte der Helfer. Zeugen hörten den Mann auch „Sie ist eine böse Frau“ rufen. Schließlich traf die Polizei ein und nahm den Mann fest.

Der Syrer wurde am Mittwochabend zu 15 Jahren Haft verurteilt. Die Entscheidung der Jury ist nun endgültig.

Betroffene Nummern und Ansprechpartner – anonym, kostenlos und rund um die Uhr

Frauen-Hotline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Kabelspitze: 147

Kabelspitze: 147

Autonome Frauenhäuser: 01 544 08 20

Gewaltschutzzentren: 01 585 32 88

Gewaltschutzzentren: 01 585 32 88

„Massengewalt gegen ein Baby“ – die Frau muss 1200 Euro zahlen

Auch zwei Elternteile standen am Montag vor Gericht. Sie sollen ihr Baby schwer misshandelt haben. Das Baby hat mehrere Knochenbrüche. „Heute“ berichtet.

Die Frau wurde wegen Folterung oder Vernachlässigung Minderjähriger, Jüngerer oder Wehrloser zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro ohne Auflagen verurteilt. Sie erhielt auch sieben Monate Bewährung statt drei Jahren.

Die Fehlerfreiheit und die Tatsache, dass der Missbrauch durch die Überlastung verursacht wurde, waren Milderungen. Um die Sache noch schlimmer zu machen, gab es vier verschiedene Misshandlungen und das Kind war wehrlos. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Am Ende wurde der Mann freigesprochen.

Nav-Konto jmo Zeit 18.01.2023, 21:25| Akt: 18.01.2023, 21:25