Veröffentlicht 18. Januar 2023, 17:25 Uhr
Maienfeld GR: Anwohner blockierten die Straße mit Holzlatten – der Schulbus musste umfahren
In Mayenfeld eskaliert ein Gemeinde-Bürger-Streit. Es geht um eine Straße, von der sich der Anwohner gestört fühlt.
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Ein Anwohner blockiert den Muldenweg in Maienfeld. (Symbolbild)
20 Minuten/Matthias Specher
Der Muldenweg ist zentral für Roffelser.
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Dies ist die Verbindung zum Zentrum von Mayenfeld.
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Darum geht es
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Ein Einwohner von Maienfeld GR blockiert eine Straße, weil es ihn stört.
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Die Stadt hält sein Verhalten für rechtswidrig.
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Der Fall soll im Februar vor Gericht kommen.
In Mayenfeld kommt es zum Streit zwischen der Gemeinde und einem Anwohner. Grund: Muldenweg, eine Straße, die den Stadtteil Roffels mit dem Rest der Stadt verbindet. Diese Straße führt direkt über das Anwohnergrundstück und der dadurch entstehende Verkehr stört Maienfelder. Deshalb beschloss er am 25. Dezember, die Straße mit einem Tor aus Holzlatten zu sperren.
„Wir haben die Straße nicht gesperrt. Es war der Grundstückseigentümer, der aus unserer Sicht rechtswidrig gehandelt hat», sagt Heinz Dürler, Gemeindepräsident von Mayenfeld, gegenüber der Südostschweiz (bezahlter Artikel). Für den Eigentümer ist die Situation jedoch klar: „Weder die Gemeinde noch die Öffentlichkeit haben Vorfahrt“, schrieb er in einer Anzeige in der Regionalzeitung.
Das Gespräch half nichts, der Fall geht vor Gericht
Der Stadtrat hatte zuvor das Gespräch mit dem Grundstückseigentümer gesucht. Doch die Situation eskaliert und hat Folgen. Postboten und -frauen müssen Roffels umzingeln. Zudem muss der Schulbus, der die Kinder von Roffels in die Innenstadt bringt, eine längere Strecke zurücklegen. „Fußgänger und Mountainbiker werden durch die Sperrung ebenfalls massiv eingeschränkt“, sagt der Bürgermeister.
Der Grundstückseigentümer stellte fest, dass der Verkehr auf dem Muldenweg, der durch sein Grundstück führt, zu stark zugenommen hatte. Am Muldenweg gilt Tempo 80, was das Verlassen seiner Garage gefährlich macht. Zuerst errichtete er Absperrungen, um den Verkehr zu beruhigen. Anschließend installierte er Überwachungskameras und meldete einige Fahrer. „Meine Anliegen wurden nie ernst genommen“, sagt der Grundstückseigentümer über den Stadtrat.
Die Stadt Mayenfeld will das Problem so schnell wie möglich lösen. „Das Landgericht soll Mitte Februar entscheiden“, sagt Oberbürgermeister Dürler. Dürler sieht weder einen Straßenwechsel noch ein Fahrverbot als möglichen Kompromiss. „Wir wollen den Zustand wiederherstellen, wie er war“, sagt Dürler.
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