Landwirtschaft
Hunderte Tiere sind Anfang Januar auf einem Schweinehof im Landkreis Mistelbach erstickt. Nach Angaben der Kreisverwaltung war die Lüftungsanlage defekt. Die Ursache wird derzeit untersucht. Gegen den betroffenen Landwirt wird nicht ermittelt.
20.01.2023 52.08
Online ab heute, 8.52 Uhr
Der Vorfall auf dem Mastbetrieb ereignete sich in der Nacht vom 2. auf den 3. Januar. Hunderte Schweine starben durch den Ausfall einer Lüftungsanlage, “Dnes” meldete sogar bis zu 600 Schweine. „Alles bestens“, bestätigte Bezirksvorsteherin Gerlinde Draxler am Freitagmorgen gegenüber noe.ORF.at, „weil viele Ferkel darunter waren.“
Etwas außerhalb des Dorfes liegt der Mastbetrieb des Bauern. Die Frischluftzufuhr zum Stall wird automatisch über einen Computer geregelt. Anfang Januar soll es laut Behörden einen Defekt gegeben haben. In solchen Fällen sollte der Landwirt zwar gewarnt werden, aber der Verweis “funktioniert nicht”. Daher bemerkte der Landwirt den Mangel erst einen Tag später und informierte sofort die Behörden oder den behandelnden Tierarzt.
Zu wenig Frischluft
Nach bisherigem Ermittlungsstand könnte der Frischluftaustausch aufgrund des Defekts nicht funktioniert haben und es kam weniger Luft in den Stall als entnommen wurde. Dadurch erstickten die Tiere. Da jedoch kein Verdacht auf Tierquälerei besteht, wurden keine Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft eingeleitet.
Nach Angaben des Landeshauptmanns war die Anlage ansonsten in gutem Zustand und „alle vorgeschriebenen Vorsorgemaßnahmen wurden durchgeführt“. Der Landwirt, mit dem Sie in engem Kontakt stehen, hat wegen des Mangels „keine Chance“. Die Ursache wird derzeit beim Hersteller der Lüftungs- und Alarmanlage gesucht.
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