Veröffentlicht21. Januar 2023, 13:35 Uhr
Innere Verletzungen: Ein 7-jähriger Schweizer Junge verschluckte eine Knopfbatterie und starb
Der Junge aus Payern starb in Portugal an den Folgen einer Gefäßentzündung. Er hatte eine elektrische Batterie verschluckt und dabei innere Verletzungen verursacht.
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Ein Waadtländer Knabe hat sich nach dem Verschlucken einer Knopfbatterie innere Verletzungen zugezogen. Er starb später im Krankenhaus.
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Der Siebenjährige war mit seiner Familie in Portugal im Urlaub, als sich der Vorfall ereignete.
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Xavier Nicod, Direktor der Payerne Primary School, bestätigte den Tod. „Unsere Schule steht vor dem Tod eines Schülers. Dieser Tod ereignete sich in einer privaten Umgebung, sagte Nicod.
Roland Zumbwell / Wikipedia
Darum geht es
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Ein siebenjähriger Schweizer Junge hat im Urlaub in Portugal eine Batterie verschluckt und ist an den Folgen gestorben.
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Die batterieinduzierte Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäße) bei dem Jungen aus Payerne VD.
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Die offizielle Beratungsstelle von Tox Info Suisse erhält jährlich 80 bis 90 Anfragen zu verschluckten Batterien.
Der siebenjährige Jose aus Payerne VD verbrachte die Ferien mit seiner Familie in Portugal. Doch aufgrund eines dramatischen Unfalls kehrte er nie zurück: Jose starb am Samstag vor einer Woche im Krankenhaus der portugiesischen Stadt Coimbra. Der Junge starb an inneren Verletzungen, nachdem er eine Knopfzellenbatterie verschluckt hatte.
Xavier Nicod, Schulleiter der Payerne Primary School, bestätigte den Tod gegenüber “24 Stunden”. „Unsere Schule steht vor dem Tod eines Schülers. Dieser Tod ereignete sich in einer privaten Umgebung, sagte Nicod. Er spricht der Familie und allen, die von diesem schrecklichen Ereignis betroffen sind, sein Beileid aus.
Der Vorfall ereignete sich um Weihnachten herum
Der Vorfall ereignete sich um Weihnachten herum. Nachdem Jose ins Krankenhaus gebracht wurde, wurde er sofort operiert. Allerdings hat der Akku bereits innere Verletzungen verursacht. „Die Chirurgen konnten die Batterie entfernen, aber dann starb mein Sohn an einer Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäße)“, sagt die trauernde Mutter.
Die Schwester und die Eltern beerdigten den Jungen am Dienstag auf dem Friedhof von Zambujal. Der Vater kehrte mit der Eröffnung der Schule in die Schweiz zurück, musste aber wegen des sich verschlechternden Gesundheitszustandes seines Sohnes überstürzt nach Hause zurückkehren.
Genetische Vaskulitis führte zu inneren Blutungen
Ob die Batterie die genetische Vaskulitis des Jungen aktiviert und damit zu den inneren Blutungen geführt hat, ist derzeit unklar, so die Mutter. Sie will unbedingt vor den Gefahren von Batterien warnen.
Die offizielle Beratungsstelle von Tox Info Suisse, die für alle Vergiftungsfragen zur Verfügung steht, erhält 80 bis 90 Anfragen pro Jahr bezüglich der Einnahme von Knopfbatterien. „Kleine Kinder sind besonders betroffen. „Zwischen 80 und 95 Prozent der Kinder zeigen keine Symptome und die Batterien werden 24 bis 96 Stunden später im Stuhl ausgeschieden“, schrieb das Informationsportal.
„In kürzester Zeit entstehen schwere Verätzungen“
Leichte Symptome wie Brennen im Mund, Bauchschmerzen, Erbrechen, Würgen und Speicheln treten manchmal auf, schreibt Tox Info Suisse. Aber: „Wenn sich die Knopfbatterie in der Speiseröhre festsetzt, was vor allem bei größeren Lithiumbatterien und sehr kleinen Kindern passieren kann, kann es in kürzester Zeit zu schweren Verätzungen kommen.“
Mario Mendoza-Sagaon, Chefarzt der Kinderklinik in Bellinzona, erklärt das gefährliche Phänomen der SRF: „Wenn die Batterie festsitzt, fallen Speichel und Schleim in die Batterie, wodurch ein elektrischer Kreislauf und ein sehr alkalisches Milieu wie Natronlauge entsteht, das SRF hat den Effekt simuliert: Eine zwischen zwei Schinkenscheiben gelegte Knopfbatterie setzt nach kurzer Zeit Säure frei, die das organische Gewebe zerfrisst.
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Angebotene Hand, Anliegen Hotline, Tel. 143
Seelsorge.net, ein Angebot der reformierten und katholischen Kirche
Muslimischer Hirtendienst, Tel. 043 205 21 29
Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch
Lifewith.ch, für betroffene Geschwister
Verein Trauerbegleitung.ch
Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien
Pro Juventute, Kinder- und Jugendberatung, Telefon 147
Pro Senectute, Beratung für Senioren in schwierigen Lebenssituationen
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