Am Sonntagabend kam es im Harz zu einem massiven Stromausfall. Seit etwa 22 Uhr seien mehrere Orte betroffen, darunter Halberstadt, Wernigerode, Thale und Blankenburg, teilte die Polizei am Montagabend mit. Auch umliegende Gemeinden waren betroffen. Telefon und Internet waren ausgefallen. Das Lagezentrum der Landesregierung hat ein amtliches Gefahrengutachten herausgegeben. Es wurde gegen 3:30 Uhr abgeholt.
Rund 100.000 Bürger seien von dem Stromausfall betroffen, sagte Landesbrandmeister Kai-Uwe Lohse am frühen Montagmorgen gegenüber MDR SACHSEN-ANHALT. Jetzt funktioniert wieder alles. Ein Reporter des MDR SACHSEN-ANHALT berichtete aus Halberstadt, dass dort gegen 3:30 Uhr der Strom wiederhergestellt sei. Früher in der Nacht meldete das regionale Lagezentrum, dass der Stromausfall den Bezirk von Nord nach Süd und teilweise darüber hinaus durchzog.
Unterbrochene Leitung in der Hochspannungsleitung
Nach Angaben des Stromversorgers E.ON Avacom kam es am Sonntagabend zu einem Spannungseinbruch an einem Umspannwerk in Hüttenrode. Ob sich dies auf das Hochspannungsnetz ausgewirkt hat, wird derzeit untersucht. Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse sagte in der Nacht, der Schaden am Umspannwerk sei behoben. Lohse sprach mit MDR SACHSEN-ANHALT über einen „Leitungsbruch in einer Hochspannungsleitung“, der den Ausfall verursacht habe.
Pflegeheime und Krankenhäuser sind mit Notstrom ausgestattet
Wie die Leitstelle in Halberstadt dem MDR mitteilte, seien keine Evakuierungen aus Pflegeheimen und Krankenhäusern notwendig gewesen. Alle Anlagen wurden von eigenen Notstromaggregaten versorgt. Ein beatmeter Patient musste laut Kreisbrandmeister Lohse aus einer medizinischen Einrichtung in ein Krankenhaus gebracht werden. Alle Freiwilligen wurden entsandt, um die ambulanten Patienten zu versorgen. In vielen Städten wurden Häuser mit Feuerwehrausrüstung besetzt, um Notrufe vor Ort entgegenzunehmen. Loze sprach von mehreren hundert Notdiensten.
Wie MDR SACHSEN-ANHALT aus der Ameos-Klinik in Halberstadt erfuhr, war der Stromausfall dort etwa anderthalb Stunden zu spüren. Die Patienten kamen jedoch nicht zu Schaden. Durch den Stromausfall wurden jedoch Geräte wie das Röntgengerät und der CT-Scanner beschädigt. Beim Klinikum in Quedlinburg hingegen sei der Stromausfall nicht spürbar gewesen, sagte er in der Nacht auf Nachfrage des MDR.
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