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Deportieren die Deutschen ein verlorenes Kind in die Schweiz?

Eine dringende Lösung für geplagte Afghanen

Deportieren die Deutschen ein verlorenes Kind in die Schweiz?

Deutschland hatte bereits einen Kinderschänder aus Afghanistan in seine Heimat abgeschoben. Doch der Mann kehrte über die Schweiz zurück. Nun stehen die deutschen Behörden vor einem Dilemma.

Gepostet: 20:59 Uhr

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Aktualisiert: vor 27 Minuten

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Im Vergleich zu Deutschland weist die Schweiz eine höhere Rückführungsquote von abgelehnten Asylsuchenden auf.

Die Abschiebedebatte ist in Deutschland neu entbrannt. Immer wieder werden Asylsuchende zu Kriminellen. Zuletzt am Mittwoch. Ibrahim A.* (33) hat in Schleswig-Holstein in einem Zug ein Messer gezogen und einen Teenager (†17) und einen jungen Mann (†19) getötet.

Der Palästinenser hatte zuvor immer wieder Verbrechen begangen. Das Problem: Deutschland schiebt nicht ab, wenn die Sicherheit der Person zu Hause gefährdet ist.

Nun sorgt ein weiterer Fall für viel Diskussion. Es geht um einen Afghanen (35). Er sitzt in Deutschland im Gefängnis, weil er einen Jungen (6) und ein Mädchen (8) missbraucht hat. Einmal wurde er in seine Heimat abgeschoben. Das war im Februar 2021, wie Bild berichtet. Also bevor die Taliban im Sommer 2021 übernehmen.

„Abgeschoben und zurück“: So berichtete „Bild“ am 30. Januar 2023.

Die Rückführungsquote in der Schweiz liegt bei 54 Prozent

Aber er blieb nicht lange dort. Im Dezember 2022 kehrte er plötzlich zurück. Laut Bild kam er über die Schweiz nach Deutschland. Mit der Tram von Basel nach Weil am Rhein.

Er wurde bei einer Durchsuchung gefasst und zurück ins Gefängnis gebracht. Jetzt verbüßt ​​er den Rest seiner Strafe. Aber er muss nicht mehr lange hinter Gittern bleiben. Es wird am 13. Februar erneut veröffentlicht. Und dann könnte er als freier Mann in Deutschland leben.

Das Problem: Deutschland kommt wegen der Taliban nicht nach Afghanistan. Deshalb haben die Deutschen eine andere Idee: Sie wollen den Kinderschänder möglichst in die Schweiz abschieben. Anders als in Deutschland funktioniert die Abschiebung von Asylsuchenden hier besser. Die Rückführungsquote in der Schweiz liegt bei 54 Prozent. Dazu muss die Schweiz allerdings zustimmen.

Keine Abschiebung nach Afghanistan

In Deutschland liege die Quote “deutlich niedriger”, räumte SPD-Innenministerin Nancy Feiser (52) gegenüber Bundesrätin Karin Keller-Sutter (59) bei einem Treffen im Dezember ein. Eine bundesweite Rufnummer liegt nicht vor, da die Umsetzung Ländersache ist. In der EU liegt die Rückführungsquote bei 21 Prozent.

Wird der Kindesmissbraucher tatsächlich in die Schweiz abgeschoben, muss er eine Weile bleiben. Seit der Machtübernahme der Taliban hat auch die Schweiz aufgehört, Flüchtlinge nach Afghanistan zu schicken. (lecker)

* Der Name ist bekannt