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Aktivisten verpassen Gerichtstermin wegen Bali-Urlaub

HomeNewsLetzte Generation: Aktivisten verpassten Gerichtstermin wegen Urlaub auf Bali

Zwei Klimaaktivisten der letzten Generation sollen in Baden-Württemberg vor Gericht aussagen. Sie waren abwesend, weil sie auf Bali Urlaub machten.

Christian Gehrke

01.02.2023 | aktualisiert am 01.02.2023 – 14:47 Uhr

Protestaktion der letzten Generation in Stuttgart im vergangenen Jahr Bernd Weissbrod/dpa

Zwei Klimaaktivisten der letzten Generation sind für ihren Urlaub auf Bali in die Kritik geraten. Wie auf dem Foto zu sehen ist, sollen der 24-jährige Mann und die 22-jährige Frau am Montag vor dem Amtsgericht Bad Cannstadt (Baden-Württemberg) aussagen. Der Prozess war für eine Stadtverkehrsblockade in Stuttgart im September. Der Mann wurde dessen beschuldigt, die Frau wurde als Zeugin geladen.

Aber beide fehlten. Auf Nachfrage des Richters hieß es, die Aktivisten seien im Urlaub auf Bali. Der Flug ist in die Kritik geraten, weil die letzte Generation immer wieder mit umstrittenen Mitteln auf den Klimawandel aufmerksam gemacht und dagegen protestiert hat. Immer wieder werden Autobahnen oder Flughäfen in Großstädten gesperrt – auch in Berlin. Aktivisten der Bewegung haben bereits Gemälde in Museen verunstaltet.

Ein Sprecher von Last Generation verteidigte die klimafeindlichen Urlaubsreisen: „Sie haben die Flüge als Privatpersonen gebucht, nicht als Klimaschützer. Du musst es getrennt halten.“