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Der Zug entgleiste: ein Toter, mehrere Verwundete

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In der Nähe von Münchendorf (Kreis Mödling) ist am frühen Montagabend ein Zug entgleist. Nach Angaben des Roten Kreuzes wurde einer getötet und mehrere verletzt. Die Unfallursache ist noch unbekannt, wird aber bereits ermittelt.

09.05.2022 18:56

Heute online, 18:56 (Update: 22:38)

Der Unfall ereignete sich laut ÖBB kurz nach 18 Uhr auf der Potendorfer Strecke bei Münchendorf. Ein Zug der Raaberbahn wurde getroffen und zwei Autos umgestürzt.

Laut Sonia Kellner vom Roten Kreuz Niederösterreich kam bei dem Vorfall eine Person ums Leben. Drei Menschen seien schwer und neun weitere leicht verletzt worden, sagte die Sprecherin am Abend. Ein Verletzter wurde ins UKH Wien-Meidling und ins Universitätsklinikum St. Paul geflogen. Pölten, sagte Philipp Gutlederer von Notruf NÖ. Weitere Opfer wurden in Landeskliniken in Baden und Wiener Neustadt transportiert.

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Die Opfer wurden im nahe gelegenen Katastrophenlager des Roten Kreuzes versorgt. Am Abend teilte die Notrufzentrale Niederösterreich mit, dass die Rettungseinsätze bis in die Nacht andauern sollen. Ein Großaufgebot an Rettern war vor Ort. Neben Helfern des Roten Kreuzes und des Samariterbundes waren vier ÖAMTC-Helikopter im Einsatz.

Schadensgutachten und Ermittlungen laufen

Der verunglückte Raaberbahn-Zug „Ventus“ bestand aus einer Doppelgarnitur – zweimal drei Wagen. Einer der Wagen stürzte in ein Feld, der andere blieb ebenfalls auf der Böschungsseite neben den Gleisen liegen. Die anderen vier gelb-grünen Waggons waren entgleist, blieben aber auf den Schienen.

Nach Angaben von Polizeisprecher Lloyd begannen in der Nacht zum Montag Ermittlungen zur Ursache des Vorfalls. Neben Ermittlern der NÖ Landeskriminalpolizei kamen auch Beamte der ÖBB und der Raaberbahn sowie des Infrastrukturministeriums nach Münchendorf.

APA

Aufgrund des Vorfalls sei der Abschnitt Ahau – Vampersdorf auf der Potendorfer Linie nicht befahrbar gewesen, berichteten die ÖBB. Ein Busersatzverkehr ist eingerichtet. In einer Aussendung am späten Montagabend meldeten auch die ÖBB „schwere Schäden an der Bahninfrastruktur“. Der Umfang der Reparaturarbeiten und die damit verbundene Dauer sind noch nicht abschätzbar und werden erst nach einer umfassenden Schadensgutachten bekannt. Die Ursachen des Absturzes werden aufgeklärt.“