Germany

Kikl verteidigt “Festung Österreich” – Politik –

18.01.2023 22:56 (akt. 18.01.2023 22:56)

FPÖ-Vorsitzender Kickl steht neben „Festung Österreich“ ©APA/EVA MANHART

Der FPÖ-Vorsitzende Herbert Kickl verteidigte am Mittwochabend den von ihm beworbenen Begriff „Festung Österreich“. Das sei „das Gegenteil von Österreich als Asylmagnet“, sagte Kickle dem ZiB2. Der Begriff bedeutet Sicherheit, Schutz und Geborgenheit, weil die Bevölkerung vor einer drohenden „riesigen Völkerwanderung“ geschützt werden muss.

Kickl verteidigte auch liberale Pläne für bauliche Absperrungen entlang der österreichischen Grenze. Er gab an, dass er dies bereits als Innenminister im Jahr 2019 angeordnet hatte, aber nach seinem Ausscheiden nicht weiterverfolgt wurde. Barrieren können nicht entlang der gesamten Grenze errichtet werden, sondern an bestimmten „Druckpunkten“. Kickle wies darauf hin, dass auch über Zäune entlang der EU-Außengrenze diskutiert werde und sagte: „Ich weiß nicht, was daran falsch sein soll.“ Natürlich sind nur Zäune nicht das letzte Wort, sondern eine von mehreren Komponenten.

Kickl verteidigte auch die Forderung seines Niederösterreich-Kandidaten Udo Landbauer nach dem sogenannten Push-back illegaler Einwanderer als „Notmaßnahme“. Die Alternative wäre, dass die eigene Bevölkerung unter die Räder kommt.

Kickl glaubt auch nicht, dass Bundespräsident Alexander Van der Bellen ihm den Antrag auf Regierungsbildung verweigern würde, wenn die FPÖ nach der nächsten Wahl die Partei mit den meisten Stimmen wird. Er habe kürzlich ein Gespräch mit Van der Bellen geführt, berichtete Kickle, und der Bundespräsident habe seine Entlassung als Innenminister nur damit begründet, die Bundeskanzlerin habe sie ihm angeboten. Van der Bellen gab keine andere Erklärung. Wäre er Bundeskanzler, würde er die weibliche Version der Nationalhymne streichen, erklärte der FPÖ-Vorsitzende auf Nachfrage.