Stand: 10.07.2022 03:07 Uhr
Im Falle einer weiteren Eskalation der Energiekrise mit deutlich höheren Preisen hält Verbraucherschutzministerin Lemke ein Moratorium für Strom- und Gasabschaltungen für notwendig. Der Gemeindeverband schlug vor, Heizräume zu trennen.
Verbraucherschutzministerin Steffi Lemke hat für den Fall weiterer Energiepreissteigerungen ein Moratorium für Strom- und Gasabschaltungen angekündigt. „Im absoluten Krisenfall könnte es passieren, dass die Bundesnetzagentur trotz Preisgarantie den Energieunternehmen erlaubt, die gestiegenen Preise an die Verbraucher weiterzugeben“, sagte Lemke der Bild am Sonntag. Für die Verbraucher wird dann ein Moratorium für Strom- und Gas-Gateways notwendig. „Und im Krisenfall müssen wir über ein weiteres Hilfspaket entscheiden“, sagte Lemke.
Einerseits müsse sichergestellt werden, dass die Versorger die Energieversorgung im Land aufrechterhalten können, sagte der Grünen-Politiker. „Andererseits sollte in einer solchen Krisensituation niemandem der Strom oder das Gas abgestellt werden, weil er auf der Rechnung sitzen bleibt. Zudem hätten Energieunternehmen das Recht, die Lieferungen an ihre Kunden nur drei Monate im Voraus einzustellen, sagte Lemke. „Im Moment ist die Gasversorgung gesichert, aber ja: Wir müssen uns auf schwierige Zeiten im Winter einstellen, in denen die Verbraucher besonderen Schutz benötigen.“
Aus diesem Grund verfügt die Bundesregierung, dass “Energieunternehmen ihre Kunden drei Monate im Voraus informieren müssen, wenn sie die Energielieferung einstellen wollen”. Das verhindert eine Situation wie im vergangenen Winter, als Anbieter von billigem Strom einfach die Lieferung von Leitungen einstellten.
Städte- und Gemeindebund: Heizen von Räumen im Winter
Angesichts drohender Gasknappheit und hoher Energiepreise schlug der Gemeindebund vor, Heizräume zu bauen. „Da niemand genau sagen kann, wie dramatisch die Entwicklung sein wird, sollte auch über Wärmeinseln oder warme Räume nachgedacht werden, in denen sich ältere Menschen auch in einem sehr kalten Winter aufhalten können“, sagte Geschäftsführer Gerd Landsberg der Zeitung.
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