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Manuela Schweizig für Nord Stream 2: „Es war ein Fehler, die Stiftung zu gründen“

Deutschland Manuela Schweiz

“Nach heutigem Kenntnisstand muss gesagt werden, dass die Gründung der Stiftung ein Fehler war.”

Bis: 17:39 | Lesezeit: 2 Minuten

“Der Bericht kommt eindeutig zu dem Schluss, dass es zwei Möglichkeiten gibt, die Stiftung aufzulösen.”

Nach Angaben der Landesregierung könnte die Stiftung Klima und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern aufgelöst werden. Nach einem Rechtsgutachten kann der Vorstand der Stiftung oder das Justizministerium als Aufsichtsorgan der Stiftung die Stiftung auflösen. Ministerpräsidentin Manuela Schwezig stellte den Bericht vor.

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SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwezig hat die Auflösung der umstrittenen Klimaschutzstiftung angekündigt. Die gesetzliche Grundlage dafür ist vorhanden, wie ein von der Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten zeigt. Bisher lehnte der Vorstand dies jedoch ab.

Einem neuen Bericht zufolge könnte die MV-Stiftung Klimaschutz und Umwelt, die mit der Unterstützung des Baus der Gaspipeline Nord Stream 2 zur Ostsee beauftragt wurde, gesetzeskonform aufgelöst werden. „Der Bericht sieht sogar die Auflösung der Stiftung als zwingend an“, schrieb Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schweizig (SPD) am Mittwoch auf Twitter.

Zuvor war das von der Landesregierung in Auftrag gegebene Gutachten der Hamburger Rechtsprofessorin Birgit Weitmeier den Landesvorsitzenden und Regierungsvertretern vorgelegt worden. Die Stiftung könnte den Ermittlungen zufolge von der Stiftungsaufsichtsbehörde, dem Landesjustizministerium, aktiviert oder aufgelöst werden. „Uns ist klar, dass einer dieser beiden Wege eingeschlagen werden muss“, sagte Schweizig am Mittwochnachmittag auf einer Pressekonferenz.

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Der Staat hat die Stiftung 2021 gegründet. Ihr Hauptziel war neben dem Klimaschutz, die Fertigstellung der Gaspipeline Nord Stream 2 durch die Ostsee durch verdeckte Transaktionen abzusichern, da am Bau beteiligten Unternehmen US-Sanktionen angedroht wurden. Die vom russischen Gazprom-Konzern wirtschaftlich dominierte Nord Stream 2 AG zahlte 20 Millionen Euro an die Stiftung. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine forderten Landesregierung und Landtag die Auflösung der Stiftung.

„Nach heutigem Kenntnisstand muss gesagt werden, dass die Stiftungsgründung ein Fehler war“, so Schwezig am Mittwoch weiter. Mit dem Angriff auf die Ukraine entzog Wladimir Putin dem Fundament die Fertigstellung von Nord Stream 2. „Ein Land wie Russland, das in ein Land wie die Ukraine eindringt, kann kein Partner für die Zukunft sein.

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Die Stiftung selbst legte vergangene Woche ihren Bericht vor, wonach die Auflösung nicht möglich sein solle. Schwezig bat den Stiftungsvorstand unter Führung des ehemaligen Ministerpräsidenten Erwin Celering (SPD), sich mit dem neuen Bericht zu befassen. Wenn der Stiftungsrat sich weigere, werde der Weg zur Auflösung der Stiftung über die Stiftungsaufsicht beschritten, sagte der PSD-Politiker.

Drei der vier Oppositionsfraktionen im Landtag – CDU, Grüne und FDP – wollen Mitte Mai eine Untersuchungskommission einsetzen. Er muss die geheimen Transaktionen untersuchen, mit denen die Klimastiftung den Bau von Nord Stream 2 unterstützt hat. Bisher hatte sich der Verkäufer dagegen gewehrt, die Öffentlichkeit zu informieren.

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„Machtwechsel“ ist der WELT-Podcast mit Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander. Jeder Mittwoch. Sie können Apple Podcasts, Spotify, Amazon Music, Deezer oder per RSS-Feed abonnieren.