– Großeinsatz in Hürstwald
Die Polizei war mit einer Spezialeinheit vor Ort. Die Operation steht im Zusammenhang mit einem Strafverfahren – es handelt sich aber nicht um einen Mord.
Aktualisiert vor 9 Stunden
Die Polizei traf mit einer mobilen Einsatzleitzentrale ein.
Foto: Ela Çelik
Die Polizei rückte am Donnerstag um 13 Uhr zu einem Großeinsatz in Hürstwald zwischen den Stadtteilen Seebach und Afoltern auf. Das teilte erstmals das Nachrichtenportal „Watson“ mit. Eine Sprecherin der Kantonspolizei sagte, der Einsatz sei gegen 19 Uhr beendet worden.
Neben der Kantonspolizei – in Zivil und Uniform – waren das Forensische Institut, der Rettungsdienst und eine Spezialeinheit der Kantonspolizei namens Diamond stationiert. Die Spezialeinheit umfasst etwa 75 Polizisten. Sie erlischt immer dann, wenn eine besonders gefährliche Situation vorliegt – zum Beispiel wenn davon ausgegangen werden muss, dass ein oder mehrere Täter bewaffnet sind. Oft sind Schusswaffen im Spiel.
Der Einsatz wurde von einer mobilen Einsatzleitzentrale überwacht.
Es handelte sich um eine Suchaktion, wie Polizeisprecher Mark Besson bestätigte. Die Aktion steht im Zusammenhang mit einem langen Strafverfahren. Es gab mehrere Polizeihunde und auch eine Drohne. Angaben dazu, was und wen sie suchten, machte die Polizei nicht. Um 19:00 Uhr wurden die Polizeisperren entfernt.
Staatsanwalt: “Kein Mord”
Gemäss der zuständigen Zürcher Staatsanwaltschaft war der Einsatz in Hurstwald kein Mord. Nähere Angaben, etwa dazu, wie viele Personen unter Verdacht stehen könnten, machte die Staatsanwaltschaft nicht. Auch nicht darüber, ob es Opfer in dem Fall gibt. Der Krankenwagen, sagte Sprecher Besson, sei “vorsorglich” bestellt worden.
Die Kantonspolizei und das Forensische Institut sind im Einsatz.
Foto: Ela Çelik
Vorsorglich wurde ein Krankenwagen bestellt.
Foto: Ela Çelik
Auch eine Durchfahrt durch den Parkplatz zum Bahnsteig ist nicht möglich.
Foto: Ela Çelik
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Allerdings handelt es sich vermutlich um ein schwereres Verbrechen: Die Kantonspolizei ist im Raum Zürich stationiert, sobald es um schwere Verbrechen oder Verbrechen mit Todesfolge geht. Auch ein Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft war vor Ort – er ist zuständig für schwere Gewaltdelikte wie Todesstrafen, qualifizierte Sexualdelikte und Kindesschutzfälle, Straftaten gegen die sexuelle Integrität kindlicher Opfer und qualifizierte Kriminalfälle häuslicher Gewalt.
Mitarbeit: Matthias Schmid
Lisa Eschliman ist Redaktorin im Ressort Zürich. Sie schreibt hauptsächlich über Sicherheitspolitik, Kriminalität, Polizei und Justiz.
Mehr Infos @ lisaaeschlimann Gepostet: 5. Mai 2022, 15:16 Uhr
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