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Seriöser Tierschutz ist auf dem Vormarsch

113 Fälle wurden im vergangenen Jahr gemeldet, weil Tieren Leiden, Schmerzen, Schäden oder Angst zugefügt wurden: zu viele, sagte Steiermärkische Tierschutzombudsfrau Barbara Fiala-Kök, Tendenz steigend.

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“Sichere Verrohung”

„Leider hat die Zahl der Fälle von schwerer Gewalt gegen Tiere zugenommen. Ich führe das auf eine gewisse Brutalität der Menschen zurück, und das beunruhigt uns auch. Aber die Lösung dahinter habe ich noch nicht gefunden, denn man muss die Menschen wirklich unterstützen, damit sie besser mit ihren Tieren umgehen“, sagt Fiala-Köck.

Kinder und Jugendliche sensibilisieren

„Letztes Jahr hatten wir leider wieder erschreckende Fälle von Tierquälerei. Die Lautstärke ist schwer in Worte zu fassen. Ich habe das Gefühl, dass die Übergriffe auf Tiere zunehmen, obwohl wir gemeinsam eine Reihe von Maßnahmen zur Sensibilisierung in der Steiermark ergreifen“, so die Tierschutzexpertin, die an der Behandlung aller Fälle von Tierquälerei beteiligt ist. .

„Ein Ausweg ist, dass sich Kinder und Jugendliche frühzeitig für die Bedürfnisse von Tieren sensibilisieren. Tiere sind Lebewesen wie du und ich.“ Das „Tierschutz mach Schule“-Programm für Tierschutzkurse wurde an Schulen in der Steiermark eingeführt, um das Bewusstsein frühzeitig zu schärfen.

Trauerzucht und Ausstellungen

Fast 150 Mal wurden Hundehalter wegen schlechter Hundezucht angeklagt, etwa 40 Mal wurde eingegriffen, weil auf Hundeausstellungen Hunde gefunden wurden, denen aus Schönheitsgründen der Schnurrbart abgeschnitten wurde.

Es gab auch verstärkte Aktionen gegen die sogenannte Folterzucht, gegen die gezielte Zucht von Rassehunden mit Merkmalen, die dann die Gesundheit des Tieres verschlechtern. Mehr als 100 Mal hat eine Person wegen unzureichender Rinder- oder Schweinezucht eingegriffen.

Vollspaltenböden

Politisch zuständig für den Tierschutz in der Steiermark ist Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang (SPÖ) – Verbesserungsbedarf sieht er auch bei der Novelle des Tierschutzgesetzes, die derzeit geprüft wird. So gebe es beispielsweise in der Schweinehaltung kein Ganzbodenspaltenverbot, sagt Lang: „Das haben wir in der Steiermark immer wieder gefordert. Auch in der letzten Konferenz zum Thema Tierschutz. Aber ich möchte sagen, dass wir unsere Bauern hier nicht allein lassen können. Das bedeutet, dass die Umsetzung des Verschwindens dieser Böden in der Steiermark in der Schweinehaltung nur möglich ist, wenn wir unsere Landwirte finanziell unterstützen.“