Gibt es eine Wende im Fall des geschlossenen Bowlingclubs auf Mallorca? Der Anwalt der 13 Angeklagten spricht von neuen Beweisen – wonach es sich bei den Tätern um zwei völlig verschiedene handeln muss.
Auf Mallorca sitzen 13 Männer aus Nordrhein-Westfalen in Untersuchungshaft: Mitglieder des Kegelclubs „Stram am Tisch“ werden beschuldigt, mit Zigarettenstummeln ein Feuer in einer Kneipe gemacht zu haben. Nun hat sich ihr Anwalt mit neuen Beweisen an die Öffentlichkeit gewandt – sie muss die Unschuld der Inhaftierten beweisen.
Die Balkone der Reisegruppe hätten nicht einmal einen Blick auf die Bar, deren Dach Feuer fing, sagte Raban Funk, der Anwalt des Angeklagten, gegenüber Bild und RTL News. Die Entfernung von ihren Zimmern im Whala! Beach Hotel zur Bar beträgt etwa 15 bis 18 Meter – eine brennende Zigarette als Brandursache sei sehr unwahrscheinlich, so Funk weiter. Dem Verteidiger liegt Berichten zufolge ein Video vor, das die wahren Täter zeigt: Zwei Männer am Rand eines Balkons direkt neben der Bar, die kurz vor Ausbruch des Feuers Flüssigkeit auf das Dach gießen müssen.
Bild berichtete auch über Chat- und Sprachnachrichten der Beschuldigten an ihre Angehörigen während des Vorfalls, die am Nachmittag auf einen anderen Verlauf hindeuten könnten: Demnach hätten die Jugendlichen während des Brandes andere Gäste gewarnt. Sechs von ihnen sind Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in ihrer Heimat Münster.
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