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Der Kommandant der Oberösterreichischen Landesfeuerwehr, Robert Meyer, wurde am Samstag in St. Pölten zum neuen Präsidenten der Bundesfeuerwehr gewählt. Er besiegte den Kommandanten der Niederösterreichischen Feuerwehr, Dietmar Fahrafelner.
04.06.2022 16.05
Heute online, 16:05
Der 22. Tag der Bundesfeuerwehr in St. Pölten führte zu einem harten Rennen um den Posten des neuen Präsidenten der Bundesfeuerwehr. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde ein zweiter Wahlgang ausgerufen, nachdem 49 Delegierte im ersten Wahlgang für einen der beiden Kandidaten gestimmt hatten. Ein Delegierter enthielt sich.
Es folgte ein zweiter Wahlgang, bei dem sich schließlich der Kommandant der Oberösterreichischen Feuerwehr, Robert Meyer, durchsetzte. Er erhielt 52 der 99 Delegiertenstimmen. Der Kommandant der Niederösterreichischen Landesfeuerwehr, Dietmar Fahrafelner, erhielt 47 Stimmen. Mayer folgt auf Albert Kern aus der Steiermark, der zehn Jahre lang Präsident der Bundesfeuerwehr war und kürzlich zurückgetreten ist.
Der ORF-Bundesfeuertag 2022 fand in St. Pölten statt. 99 Delegierte hatten die Möglichkeit abzustimmen
Lob für viele Aufgaben im In- und Ausland
Innenminister Gerhard Carner (ÖVP) betonte am Bundesfeuertag die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Polizei. „Das vergangene Jahr war besonders intensiv, ob Überschwemmungen in Belgien, Waldbrände in Nordmazedonien, Griechenland oder Niederösterreich – die österreichische Feuerwehr ist im In- und Ausland voll einsatzbereit“, sagte Carner in einer Mitteilung. Die Feuerwehr spendet derzeit auch Fahrzeuge und Feuerwehrausrüstung an die Ukraine und hilft beim Transport humanitärer Hilfsgüter in das Kriegsgebiet.
Am Vorabend der Wahl bezeichnete Fahrafelner seine Chancen bei der Wahl diplomatisch mit “50:50”. Sein größter Erfolg, der auch überregional für Aufsehen sorgte, war die seit 2017 in Niederösterreich bestehende und heuer bundesweit eingeführte Mehrwertsteuerrückerstattung auf Einsatzfahrzeuge. Fahrafelner, 54, ist seit 2013 Landesfeuerwehrkommandant in Niederösterreich und hat seitdem 98.000 Feuerwehrleute geführt. In Österreich gibt es 350.000 Feuerwehrleute.
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