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ÖVP sieht Nahversorgung gefährdet – burgenland.ORF.at

Politik

Die ÖVP fordert von der Landesregierung Maßnahmen zur Unterstützung lokaler Anbieter im Burgenland. Sie kritisierte insbesondere das Auslaufen der bestehenden Subventionen für Nahversorger und dass neue Supermärkte nur noch in Innenstädten gebaut werden sollten.

19.01.2023 17.16

Ab heute, 17:16 Uhr online

Mit dem aktuellen Entwurf des neuen Bebauungsgesetzes will die Regierung Neubauten und Supermarkterweiterungen um 80 Quadratmeter künftig nur noch in der Innenstadt möglich machen. In verschiedenen Äußerungen zum Gesetzentwurf, etwa von Supermarktketten, gab es scharfe Kritik daran.

Ulram: Das gilt auch für kleine Unternehmen

Dieser Kritik schloss sich ÖVP-Klubobmann Markus Ullram am Donnerstag an: Er sieht die Versorgungssicherheit im ländlichen Raum gefährdet. Dies gilt nicht nur für große Unternehmen, sondern auch für kleine Unternehmen. Infolgedessen würde eine Gesetzesänderung sicherlich Arbeitsplätze gefährden. Auf diese Weise seien die Versorgungsqualität und vor allem die Versorgungssicherheit gefährdet, sagte Ulram.

Die ORF ÖVP ist unzufrieden mit der Nahversorgerpolitik der Landesregierung

Die Landesregierung solle den Gesetzentwurf deshalb ablehnen, fordert die ÖVP. Man ist gegen Bodenversiegelung, aber manchmal braucht es Supermärkte am Stadtrand. Der Nahversorger am Ortsrand von Oberschützen beliefere eigentlich die gesamte Stadt Bad Tatzmannsdorf, sagte der Bürgermeister von Oberschützen, Landtagsabgeordneter Hans Unger (ÖVP).

Kritik am Auslaufen der Subvention für Nahversorger

Ulram kritisierte zudem, dass die staatliche Förderung für Nahversorger Ende 2022 auslaufe. So seien Investitionen in Geschäftsräume von 10.000 Euro gefördert worden. Ulram bat um eine Verlängerung oder Änderung der Förderung von Nahversorgern. Die ÖVP hat einen Vorschlag entwickelt. Dazu gehört beispielsweise die Reduzierung des Investitionsvolumens.

Bisher musste man 10.000 Euro investieren, um sich für eine Finanzierung zu qualifizieren, künftig soll diese Grenze laut ÖVP-Vorschlag bei 1.000 Euro liegen. Davon würden vor allem kleinere regionale Nahversorger profitieren. Sie seien für den Standort des Betriebes sehr wichtig, da sie überwiegend regionale Produkte anbieten, so ÖVP-Landwirtschaftssprecherin Karina Laschöber-Luif.

Schneemann: Bewerbungen sind dieses Jahr noch offen

Das Büro des zuständigen Landesrats Leonhard Schneemann (SPÖ) teilte am Donnerstag mit, dass der Zuschuss für Nahversorger noch beantragt werden könne, da das dafür vorgesehene Budget noch nicht ausgegeben sei. Das Geld soll laut Landesratssprecherin Schneemann für den Rest dieses Jahres reichen.