In Niederösterreich kämpft Indra Kolini um Vorarlberger Stimmen und gegen die Wahrnehmung, alle Politiker seien korrupt.
Sobald Sie den Bahnsteig verlassen, stehen Sie bereits vor dem Canal Grande. Nein, die Rede ist nicht vom Bahnhof Venezia Santa Lucia, sondern von Perchtoldsdorf. Und Canale Grande erscheint nur auf einer Werbetafel einer Marktgemeinde, auf der die „Notte Italiana“ der örtlichen Senioren beworben wird.
Schnell merkt man, dass man sich in Niederösterreich befindet – und dass dort Wahlkampf stattfindet. Auf dem zwanzigminütigen Spaziergang in die Innenstadt sieht man mehr Partyplakate als Passanten. Bei einem der Themen warb Indra Kolini für „saubere Politik“. Die 52-Jährige ist Landessprecherin der Neos und seit 2018 Landtagsabgeordnete. Klubpräsidentin darf sie sich nicht nennen, um den Vereinsstatus zu bekommen, der mit diversen Rechten verbunden ist, muss die Fraktion aufgestockt werden von drei auf vier das Mandat.
Das Potenzial dazu bietet der Wiener Gürtel. Elf Prozent der Perchtoldsdorfer stimmten 2018 für Neos, bundesweit erhielt die Partei fünf Prozent. An diesem Mittwoch macht sich Collini für Stimmen in der Community selbst stark. Doch wie geht es Ihnen und Ihrer Partei im Wahlkampf?
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