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Neues Parteiprogramm: SVP bekämpft «Genderterror und erwachten Wahnsinn»

Aktualisiert am 27. Januar 2023, 06:53 Uhr

Neues Parteiprogramm: SVP bekämpft «Genderterror und erwachten Wahnsinn»

Die SVP Schweiz wird ihr neues Parteiprogramm an ihrer Delegiertenversammlung verabschieden. Darin fordert Programmdirektorin Esther Friedley “Fortschritte auf allen Ebenen” gegen Gender-Sternchen.

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Die SVP Schweiz will systematisch gegen geschlechtsspezifische Sternchen vorgehen. (Archivbild)

20 Minuten/Anna Bila

Ein ganzes Kapitel im neuen SVP-Programm widmet sich der Strategie, wie SVP-Vertreter gegen “Gender-Terror und Erweckungswahn” vorgehen sollen.

20 Minuten/Matthias Specher

Die SVP will nicht nur Geschlechtersternchen verbieten, sondern auch Gleichstellungsdienste abschaffen.

20 Minuten/Anna Bila

Darum geht es

  • Die SVP Schweiz hat ein neues Parteiprogramm, das an der Delegiertenversammlung vorgestellt wird.

  • Ein ganzes Kapitel widmet sich der Strategie, wie SVPs gegen “Gender-Terror und Erweckungswahnsinn” vorgehen sollen.

  • “Die Minderheit sieht ihre Gefühle verletzt und will der Mehrheit ihre Meinung aufzwingen, das ist verrückt”, sagte Programmdirektorin Esther Friedley in einem Interview.

An der Delegiertenversammlung am Samstag stellt die SVP Schweiz ihr neues Parteiprogramm vor. Programmleiterin Esther Friedli, Nationalrätin und Staatsratskandidatin des Kantons St. Gallen, war massgeblich an der Entwicklung beteiligt. Ein ganzes Kapitel widmet sich der Strategie, wie SVPs gegen “Gender-Terror und Erweckungswahnsinn” vorgehen sollen.

Die SVP will Geschlechtersternchen verbieten oder Gleichstellungsdienste abschaffen. „Wir werden auf allen politischen Ebenen Vorschläge zu diesen Themen unterbreiten. Das haben wir bereits in mehreren Fällen getan, aber jetzt möchten wir es systematischer bekämpfen», sagte Friedli im Gespräch mit den Tamedia-Zeitungen.

“Das ist verrückt!”

Eine kleine Minderheit behauptet, auf der moralisch korrekten Seite zu stehen, sagte sie. «Diese Minderheit sieht ihre Gefühle verletzt und will der Mehrheit ihre Meinung aufzwingen, das ist Wahnsinn!» Die Kultur habe «religiös-fanatische Züge», sagte der SVP-Nationalrat im Gespräch mit dem Tages-Anzeiger.

Auf die Frage nach einem konkreten Beispiel für eine Situation, in der sie ihre Meinung nicht mehr sagen könne, antwortete die Wirtin des Landgasthofs Sonne in Ebnath-Kappel, den sie mit ihrem Partner Toni Bruner führt: „Wir verkaufen Mohrenkopf in unserem Restaurant und Sie fragen oft, ob man das noch sagen darf.”

(chk)