Germany

Was sind die Symptome der Krankheit?

  1. Startseite
  2. Deutschland

Erstellt: 2023-01-27 06:56

Von: Carolyn Deutsch

Teilt

Die ersten Anzeichen von Blasenkrebs und was die Risikofaktoren für die Entstehung von Blasentumoren sind – ein Überblick.

Berlin – Bösartige Tumore der Blase treten häufiger bei älteren Menschen auf. Männer sind häufiger von Blasenkrebs betroffen als Frauen. Sie sind auch jünger, im Durchschnitt 73 Jahre alt, wenn die Krankheit auftritt, als Frauen, die im Durchschnitt 77 Jahre alt sind, wenn bei ihnen Blasenkrebs diagnostiziert wird. Tumore entstehen normalerweise in der Auskleidung der Blase. Dies ist bei sieben von zehn Betroffenen der Fall. Im Übrigen ist es bereits in die Muskelschicht eingewachsen, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft erklärt.

Jedes Jahr erkranken etwa 31.000 Menschen in Deutschland an Blasenkrebs.

Die ersten Anzeichen von Blasenkrebs sind meist unspezifisch – Männer sind häufiger betroffen als Frauen

Wie viele andere Krebsarten verursacht Blasenkrebs zunächst oft keine oder nur sehr unspezifische Symptome. Aber es gibt einige Anzeichen, die ein erster Hinweis auf einen Blasentumor sein können. Sie können jedoch auch andere Ursachen haben, daher ist es immer wichtig, einen Spezialisten aufzusuchen, wenn Sie eines der folgenden frühen Symptome von Blasenkrebs haben:

  • Blut im Urin: Das Wasserlassen verursacht keine Schmerzen, aber der Urin ist rötlich oder braun gefärbt
  • häufiger Harndrang; aber nur eine kleine Menge Urin wird ausgeschieden
  • Sehr selten ist das Wasserlassen schmerzhaft

Diese Anzeichen treten nicht nur bei Blasenkrebs auf, sondern auch bei anderen Erkrankungen – zum Beispiel bei einer Blasenentzündung. Allerdings verursacht ein akuter Harnwegsinfekt meist auch sehr starke, krampfartige Schmerzen. Sie sollten bei solchen Symptomen immer einen Arzt aufsuchen, um zu verhindern, dass die Infektion chronisch wird oder sich ausbreitet. Auch eine chronische Blasenentzündung gehört zu den Risikofaktoren für Blasenkrebs. Nur ein Spezialist kann feststellen, ob die Symptome durch einen Tumor oder etwas anderes verursacht werden. Grundsätzlich gilt auch für Blasenkrebs: Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Die Prognose für Blasenkrebs ist sehr gut – da Tumore meist früh erkannt werden

Tumorerkrankungen im Allgemeinen verursachen manchmal anfänglich zunächst unspezifische Symptome. Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Dies gilt auch für Blasenkarzinome. Laut der Deutschen Krebsgesellschaft sind die Heilungschancen sehr gut, da Tumore bei 75 Prozent der Betroffenen frühzeitig erkannt werden. Ob der Tumor wiederkommt, hängt davon ab, wie tief er gewachsen ist und wie aggressiv er ist. Die Symptome eines fortgeschrittenen Blasenkrebses sind viel deutlicher als zu Beginn der Erkrankung. Dann treten häufig folgende Symptome auf:

  • Schmerzen im Bauch und in den Nieren
  • Vergrößerte Lymphknoten und Schwellungen, wenn der Tumor bereits Metastasen gebildet hat oder auf die Lymphgefäße und Venen drückt
  • Knochenschmerzen

Diese Symptome können auf Blasenkrebs hinweisen, sie können aber auch andere Ursachen haben. Das Deutsche Krebsforschungszentrum weist darauf hin, dass insbesondere lang anhaltende Beschwerden nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten. Danach kann ein Besuch beim Arzt die Situation klären.

Bei Blasenkrebs kann ein erster Hinweis ein rötlicher oder brauner Urin sein. Aber es scheint oft normal zu sein. © Panthermedia/IMAGO

Die Symptome von Blasenkrebs unterscheiden sich nicht zwischen Männern und Frauen

In Deutschland existiert noch kein geregeltes Früherkennungsprogramm für Blasenkrebs, da noch kein geeignetes Testverfahren für die allgemeine Blasenkrebsvorsorge gefunden wurde. Aus diesem Grund setzt die medizinische Seite im Zweifel eher auf eine gezielte Diagnostik. In diesem Fall wird jeweils eine Ultraschalluntersuchung der Blase und eine Palpation des Nieren- und Beckenbereichs durchgeführt.

Es gibt kein regelmäßiges Früherkennungsprogramm für Blasenkrebs

Auch die Zystoskopie mit Gewebeentnahme gehört zu den gängigen diagnostischen Verfahren. Das Zystoskop wird unter örtlicher Betäubung durch die Harnröhre in die Blase eingeführt. Der Arzt kann die Blasenwand von innen untersuchen und auf Veränderungen der Auskleidung prüfen.

Laut der Deutschen Krebsgesellschaft sinkt die Sterblichkeitsrate bei Blasenkrebs immer weiter – auch bei älteren Patienten. Das Alter ist nach wie vor einer der Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Tumoren in der Blase. Aber es gibt noch andere Faktoren, die das Risiko für die Entwicklung der Krankheit erhöhen. Das beinhaltet:

  • Tabakkonsum: Experten machen ihn für etwa die Hälfte aller Blasenkrebsfälle verantwortlich. Je mehr eine Person raucht, desto höher ist ihr Risiko, aber auch Passivraucher sind gefährdet.
  • Berufsrisiko: Wenn jemand bei der Arbeit mit krebserregenden Stoffen in Kontakt kommt. Das Erkrankungsrisiko besteht bis zu 40 Jahre nach Erstkontakt.
  • Arzneimittel: Zum Beispiel einige Arzneimittel gegen Diabetes oder Krebs, die jedoch sehr selten eingesetzt werden.
  • Blasenentzündung und -reizung: Chronisch entzündliche Schädigung der Blasenschleimhaut, beispielsweise durch Blasensteine ​​oder unbehandelte Infektionen.
  • Ernährung und Lebensstil: Eine fettreiche und obstarme Ernährung kann das Risiko erhöhen, ebenso wie Alkoholkonsum. Wer normalerweise wenig Flüssigkeit trinkt, ist auch stärker gefährdet, weil Schadstoffe länger in der Blase verbleiben und ihre Konzentration höher ist.

Die Behandlung eines diagnostizierten Blasentumors unterscheidet sich je nach Stadium der Erkrankung. Wenn es früh und auf die Blasenwand beschränkt ist, ohne in die Muskelschicht einzuwachsen, wird es normalerweise mit einem Instrument entfernt, das durch die Harnröhre in die Blase eingeführt wird. Eine zweite Operation wird oft zwei bis sechs Wochen später durchgeführt, um das Risiko eines erneuten Auftretens des Tumors zu minimieren.

Blasenkrebs im Frühstadium wird lokal mit Medikamenten oder mit einer Operation behandelt

Zusätzlich kann nach der Operation eine lokale Chemotherapie oder eine Therapie mit einem attenuierten Lebendimpfstoff verabreicht werden. Dazu werden Medikamente, die nur lokal wirken, über einen Katheter in die Blase eingebracht. Dies ist jedoch nicht in allen Tumorstadien sinnvoll. Ist der Tumor bereits in die Muskulatur eingewachsen, muss die Blase entfernt werden. Dies ist jedoch viel seltener erforderlich. Um nicht dorthin zu gelangen, gibt es mehrere Möglichkeiten, das persönliche Krebsrisiko zu senken, die im Alltag angewendet werden können. Experten raten zunächst, mit dem Rauchen aufzuhören und sich möglichst nicht passiv dem Tabakrauch auszusetzen.